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zum Naturgarten


der Naturgarten:

… ist Ausdruck der zeitlosen Sehnsucht des Menschen in Harmonie mit Mutter Erde zu leben.

Dazu bedarf es zuerst einmal einer Neuorientierung der Gedanken; nicht alles, was einen konventionellen Garten „schön“, aber oft auch steril, lebensfeindlich und anstrengend macht, passt auch zum Naturgarten. Wir haben Ehrfurcht vor dem Lebendigen und schätzen auch die Pflanzen und Tiere, die freiwillig zu uns kommen.

Tagpfaunauge auf Wasserdost

Wir NaturgärtnerInnen haben so einige Prinzipien:

  • Wir arbeiten mit der Natur, nicht gegen sie; wir planen und bauen gemäß den örtlichen Gegebenheiten: Licht, Boden, Wind und Niederschlag. Dadurch begrenzen wir den Bodenaustausch auf ein Minimum.


Wir bauen einen Sitzkreis aus heimischen Kalkblöcken
  • Wir wählen jeweils die Pflanzen, die an einen Standort passen. Dadurch brauchen sie kein zusätzliches Wasser und wenig Pflege.
  • Wir verwenden in erster Linie heimische Pflanzen, das sind Arten, die sich schon seit mehr als 500 Jahren bei uns bewährt haben. Sie sind am besten an unser Klima angepasst. Als Wunschziel dient die 90% Regel, d.h. 90% der Pflanzenarten sollten heimisch sein. Für spezielle Situationen und Effekte dürfen es durchaus auch ein paar fremde Schönheiten oder Zuchtformen sein. Wir verzichten jedoch konsequent auf invasive Neophyten (=nicht heimische Arten, die sich stark vermehren, die heimischen verdrängen und damit Tieren ihre Nahrungsquelle nehmen).
  • Durch die richtige Auswahl regional heimischer Pflanzenarten bereichert der Naturgarten auch die Lebewelt der ganzen Umgebung.
  • Der Naturgarten ist reich an Tieren. Heimische Pflanzen und natürliche Strukturen ziehen Vögel, Igel und Schmetterlinge an.
  • Der Garten darf sich verändern und sieht jedes Jahr etwas anders aus. Pflanzenarten, die sich besonders wohl fühlen, machen sich breit, andere verschwinden oder treten zurück.
  • Die Natur hat ihre eigene Ordnung, die von uns respektiert und geschätzt wird. Die menschlichen Ordnungsprinzipien werden den natürlichen untergeordnet.
  • Wir pflegen unsere Böden und brauchen weder Torf noch Chemie. Wenn überhaupt nötig (z.B. im Nutzgarten), düngen wir mit Kompost.
  • Wir schützen unser Wasser; Regenwasser wird zurückgehalten und genutzt - zum Gießen und zum Befüllen von Teichen und Sumpfbiotopen. Das übrige Regenwasser versickert durch unsere unversiegelten Wege und Plätze und speist das Grundwasser .
  • Wir streben nach geringstmöglichem Energieverbrauch, CO2-Ausstoß und Umweltbelastung. Wir achten auf kurze Wege und nutzen Materialien möglichst aus unserer unmittelbaren Umgebung, wie Steine, Schotter, Hölzer oder rezyklierte Materialien.
  • Wir arbeiten nach unseren ethischen Grundsätzen; Wir unterstützen keine menschenverachtenden und umweltzerstörenden Produktionsbedingungen - weder bei uns, noch in Entwicklungsländern.
  • Wir planen menschengerecht. Jeder Grünraum ist individuell auf die Bedürfnisse der NutzerInnen zugeschnitten. Planung erfolgt nicht „von oben herab“, sondern in enger Zusammenarbeit zwischen PlanerInnen, Ausführenden, Pflegenden und NutzerInnen.

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